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WALA Pflanzenarchiv
Manuka

Synonyme: Südseemyrte, Teebaum
Wissenschaftlicher Name: Leptospermum scoparium J. R. et G. Forst.
Familie: Myrtaceae (Myrtengewächse)

Heimat

Australien, Neuseeland

Inhaltsstoffe

Ätherisches Manukaöl: mehr als 150 Einzelkomponenten, u.a. Monoterpene und Sesquiterpene.
Rinde: Triterpensäuren und Abkömmlinge, Ellagsäure und deren Ester

Beschreibung

Manuka ist ein dicht verzweigter, immergrüner Strauch, der monatelang über und über mit unzähligen rosafarbenen, dunkelroten oder weißen Blüten übersät ist, für die Bienen eine wahre Vorliebe haben. Die Blütenfarbe ist abhängig vom Chromgehalt des Bodens. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich federleichte Samen, die der Wind verweht. Den kleinen schmalen, fast nadelförmigen Blättchen entströmt ein aromatischer Duft, wenn man sie zwischen den Fingern verreibt, sie schmecken bitter bis herb.

In seiner Heimat Neuseeland wächst der Manukastrauch bis zur Vegetationsgrenze in verschiedensten Gestalten: mal als 5 Zentimeter hohes Gestrüpp, mal als bis zu 15 Meter hoher Baum.

Verwendung

Aus Blättern und dünnen Zweigen lässt sich mithilfe von Wasserdampfdestillation das ätherische Manukaöl gewinnen. Dieses dickflüssige gelbliche Öl mit dem markanten Geruch hat eine starke Wirkung gegen Viren, Bakterien und Pilze und wirkt abschwellend. Es findet Verwendung bei der Hautdesinfektion, bei Hautekzemen, Juckreiz, Candida, Fußpilz und Akne und hilft bei Halsschmerzen, Nebenhöhlen­entzündungen und Bronchitis.

Abkochungen und Aufgüsse aus Rinde wirken zusammenziehend (adstringierend) auf die Haut, helfen bei Entzündungen im Magen-Darm-Bereich und sind beruhigend. Manukahonig hat nachgewiesenermaßen eine antibakterielle Wirkung.

Wissenswertes

Der wissenschaftliche Name Leptospermum leitet sich vom griechischen leptos = dünn, fein und sperma = Same ab und beschreibt das Aussehen der federleichten Samen.

Die Ureinwohner Neuseelands, die Maoris, überliefern bereits seit langer Zeit das Wissen um die Heilwirkung des Manukastrauches. Die neuseeländische Regierung hat diesen Wissensschatz in jüngerer Zeit für sich entdeckt und subventioniert seitdem die Vermarktung des Manukaöls.

Kapitän James Cook lernte Manuka 1769 bei seiner Neuseeland-Expedition kennen. Damals bereitete seine Besatzung die frischen Blätter als Tee zu, weshalb Manuka verwirrender­weise auch Teebaum genannt wird. Manuka ist jedoch nicht mit dem australischen Teebaum Melaleuca alternifolia zu verwechseln, dessen Öl ebenfalls vielseitige Verwendung findet. In der Literatur geraten jedoch wegen der Namensgleichheit Darstellungen über die beiden Öle durcheinander.

Manukablätter verlieren übrigens beim Trocknen ihren typischen Geschmack.

Die Pflanze bei WALA

Für die Manukaöl-Gewinnung ernten Maoris in Neuseeland von Hand Manukablätter in wild wachsenden Strauchbeständen. Die Sträucher wachsen schnell wieder nach, sodass der Pflanzenbestand nicht gefährdet ist. Bei der Wasserdampfdestillation fallen Pflanzenreste an, die als Mulch und Dünger Verwendung finden. Manukaöl rundet im Dr. Hauschka Abdeckstift die wundheilungsfördernde und klärende Komposition ab.

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