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WALA Pflanzenarchiv
Granatapfel

Synonyme: Grenadine, Paradiesapfel
Wissenschaftlicher Name: Punica granatum L.
Familie: Punicaceae (Granatapfelbaumgewächse)

Heimat

Von der Türkei über den Kaukasus (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Dagestan) sowie Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan östlich bis nach Iran, Afghanistan und Pakistan.

Inhaltsstoffe

Gerbstoffe, Piperidinalkaloide, Polyphenole, Oxalsäure, Äpfelsäure, Ascorbinsäure, Östron (natürliches Östrogen), Punicinsäure.

Beschreibung

Ein bisschen ist er wie die Erwartung an den Orient. Opulent, intensiv rot, schwer offenbart der Granatapfel in seinem Inneren saftig-prall ummantelte Samen. An die 400 sind es, die sich, strukturiert in Kammern unterteilt, eng an eng schmiegen – so fest, dass sie sich nur mit Widerstand voneinander lösen lassen. Von außen wirkt die Frucht, die botanisch eine Scheinbeere ist, ledrig und hart. Diese auffälligen Scheinbeeren wachsen an Bäumen, die bis zu fünf Meter hoch wachsen können, in Kultur aber meist strauchförmig geschnitten werden. Große rote Blüten mit auffälligen zackenförmigen Kelchblättern stehen von Juli bis September an den Zweigenden. Aus ihnen reifen von September bis Dezember die begehrten Früchte. Sie reifen nach der Ernte übrigens nicht wie andere Früchte nach, was die Botaniker mit dem kuriosen Fachbegriff „nichtklimakterische Frucht“ bezeichnen.

Verwendung

Granatapfel schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch noch gesundheitsfördernd. Ihm werden antimykotische, antioxidative, entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Er soll gut für den Magen sein, bei Durchfall, Arteriosklerose, Bluthochdruck und bakteriellen Infekten helfen und positiv bei Wechseljahrsbeschwerden wirken.

Wissenswertes

Der Name Granatapfel leitet sich vom lateinischen granum = Korn ab und beschreibt die vielen Samen im Inneren der Frucht. Der wissenschaftliche Name Punica gaben die Römer dem Granatapfel, weil sie ihn von den Puniern kennen lernten, den während des Altertums im jetzigen Bereich Libanons und Syriens lebenden Phöniziern.

Granatapfel kultiviert und nutzt der Mensch seit etwa 5.000 Jahren, wobei die ältesten Nachweise aus dem Vorderen Orient stammen. Während er in den meisten Ländern als Frucht oder Sirup (Grenadine) genossen wird, verwenden die Inder ihn als Gewürz und die Iraner zum Kochen. Die Volksmedizin setzte Wurzel, Rinde und gekochte Schale bis ins Mittelalter als Wurmmittel ein.

Das Altertum sah im roten, samenreichen Granatapfel die Frucht des Paradieses, ein Symbol der Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit. In der griechischen Mythologie ist es die Liebesgöttin Aphrodite, die den Granatapfel auf Zypern als Baum des Lebens gepflanzt hat. Die römische Göttin Juno hielt den Granatapfel als Symbol der Ehe in der Hand, und Bräute trugen einen Kranz aus blühenden Granatapfelzweigen. Auch in der christlichen Mythologie hat der Granatapfel seinen Platz. Das Hohelied des Salomo erwähnt Granatapfelsaft als den Nektar der Liebenden, wohingegen die christliche

Kunst die Bedeutung umkehrte und den Granatapfel zum Symbol für Reinheit und Jungfräulichkeit einsetzte. Eine königliche Note erhielt die rote Frucht vermutlich durch die Blütenkelchreste, die den Granatapfel wie eine kleine Krone zieren und König Salomos Kronenform inspiriert haben sollen. Der Reichsapfel des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen als Zeichen der Macht geht ebenfalls auf den Granatapfel zurück. Die Araber brachten den Granatapfelbaum vermutlich um 800 bis 900 n.Chr. mit nach Spanien, wo er unter anderem der Provinz und Stadt Granada ihren Namen gab und sowohl das granadische Provinz- als auch das spanische Staatswappen ziert.

Aus der Schale des Granatapfels lässt sich ein gelber Farbstoff gewinnen, der mit Eisenbeize tiefblau wird und bei der Herstellung von Orientteppichen Verwendung findet. Übrigens ist die älteste europäische Gewächshauspflanze ein Granatapfelbaum. Der im Jahr 1653 über Venedig gereiste Baum steht noch heute in den Herrenhäuser Gärten in Hannover.

Die Pflanze bei WALA

Der dürreresistente Granatapfelbaum speichert in seinen Früchten viel Feuchtigkeit und Vitalität. Für die Dr.Hauschka Kosmetik verarbeitet die WALA die gesamte Frucht inklusive Schale und erhält damit eine Zubereitung, die die Regeneration der Haut fördert. Die Schale ist deshalb wichtiger Bestandteil, weil ihr Extrakt ein Enzym hemmt, das für den Abbau von Kollagen in gealterter Haut verantwortlich ist. Gleichzeitig aktiviert der Extrakt ein Enzym, das am Aufbau von Kollagen beteiligt ist. Das im Auszug der gesamten Frucht ebenfalls enthaltene Granatapfelsamenöl stimuliert die Zellteilung der hautaufbauenden Keratinozyten. Der Granatapfelextrakt ist enthalten in Dr.Hauschka Regeneration Hals und Dekolletécreme und Regeneration Körperbalsam.

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