

Die außergewöhnliche Qualität der WALA Arzneimittel sprach sich schnell herum. Das 1935 gegründete Unternehmen WALA zog deshalb 1938 in größere Gebäude nach Dresden um. Das NS-Regime brachte 1941 die aufstrebende Firma mit dem Verbot der Anthroposophie vorerst zum Stillstand. Als der Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß (1894-1987) nach England floh, kam es zu zahlreichen Festnahmen im anthroposophischen Umfeld, da man einen revolutionären Komplott von Heß mit den Anthroposophen vermutete. Am 9. Juni 1941 inhaftierte die Gestapo unter anderem Dr. Rudolf Hauschka und die Ärztin Dr. Margarethe Stavenhagen (1896-1980), die zu dieser Zeit zusammen die Kuranstalt Gnadenwald in Österreich leiteten, eine Dependance des anthroposophischen Klinikums Arlesheim. Das Unternehmen WALA wurde verboten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Hauschka 1946 auf dem Gelände des Biologisch-homöopathischen Krankenhauses München-Höllriegelskreuth in einer provisorisch umgebauten Militärbaracke erneut mit der Herstellung der WALA Arzneimittel, mit denen er das dortige homöopathische Klinikum versorgte.
