WALA Pflanzenarchiv
Stiefmütterchen

Synonyme für Stiefmütterchen: Ackerstiefmütterchen, Ackerveilchen, Feldstiefmütterchen, Dreifaltigkeits­blümchen, Fäldänkeli, Freisamkraut, Jesusli, Sammetblüemli, Schwägerli.
Wissenschaftlicher Name: Viola tricolor L.
Familie: Violaceae (Veilchengewächse)

Beschreibung:

Stiefmütterchen sind nicht wegzudenken aus bunten Blumenbeeten. Ihr Reichtum im Spiel mit den Farben und ihre samtigen Blütenblätter faszinieren nicht nur Kinder. Die zahlreichen Züchtungen für den Gartenfreund, die den eigenen wissenschaftlichen Namen Viola wittrockiana tragen, gehen unter anderem auf die Wildform Viola tricolor zurück, die sich auf Äckern und trockenen Wiesen wohl fühlt und hier im Zentrum der Betrachtung steht. Wer die Gartenzüchtungen gewohnt ist, wird sich über die Winzigkeit der wilden Blüten wundern, die etwa zwei Zentimeter groß sind. Vielmehr sollte man über die Größe der Gartenformen staunen, die erst durch Kreuzungen und langwierige Auslesen entstanden sind. Die von Mai bis August blühenden wilden Stiefmütterchen spielen in ihren Blüten auf jeden Fall auch schon mit mehreren Farben: Mit gelb, blau, violett und weiß mischen sie immer wieder variierende Färbungen, die eine Wiese mit den bis zu 30 Zentimeter hoch wachsenden Pflänzchen so lebendig machen. Über den Nachwuchs für das kommende Jahr muss man sich bei diesen ein- bis mehrjährigen Gewächsen keine Sorgen machen. Aus jeder befruchteten Blüte entwickelt sich eine dreiklappig aufspringende Fruchtkapsel, die zahlreiche Samen geradezu herausquetscht und wegspringen lässt. Für die Verbreitung sorgen zudem kleine weiße Anhängsel an den Samen, die so genannten Elaiosomen. Ameisen lieben diese fettreichen Gebilde und schleppen deshalb die Samen in ihren Bau. Dort trennen sie das nährreiche Anhängsel ab und befördern den Samen wieder heraus.

  Aus der Natur für den Menschen