
Der Gattungsname Chelidonium geht auf das griechische Wort chelidon = Schwalbe zurück. Die einen sagen, der Name verweise darauf, dass die Pflanze zu blühen beginnen soll, wenn die Schwalben eintreffen und verblüht, wenn sie wieder nach Süden ziehen. Andere sagen, es erinnere an die Geschichte, dass die Schwalben mit einem Schöllkraut-Zweig ihren Jungen die Augen öffneten. Der Artname majus = groß wurde früher zur Unterscheidung zum eigentlich gar nicht verwandten Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) verwendet, das man damals noch als Chelidonium minus bezeichnete. Der deutsche Name Schöllkraut hat sich im Laufe der Jahrhunderte aus Chelidonium entwickelt.
Bereits Dioscurides, Plinius und Theophrast wussten um die Heilwirkung des Schöllkrautes und beschrieben dessen Wirkung gegen Gelbsucht, Leberschwellung, Gallensteine, Verstopfung, Warzen und Augenleiden.
Auch eher kuriose Anwendungen fand das Schöllkraut in seiner Geschichte: Alchemisten versuchten, aus der ach so gelben Pflanze Gold zu machen. Und in manchen Gegenden gab man Kühen, die nicht genug Milch gaben, das Kraut zu fressen.