WALA Pflanzenarchiv
Salbei

Wissenswertes

Schon im frühen Mittelalter trat der Salbei seinen Siegeszug in Mitteleuropa an. Seinen Ruf, ewiges Leben zu schenken, verdankt er der Jungfrau Maria. Einer Legende zufolge soll sie sich auf ihrer Flucht nach Ägypten mit dem Jesuskind unter dem Salbeistrauch vor Herodes versteckt haben. Zahlreiche Sprüche, wie "Wer Salbey baut, den Tod kaum schaut!" (Karl Friedrich Wilhelm Wander) zeugen von seinen heilenden Eigenschaften.

Der Salbei gehört zu den kräftigen Augustkräutern, die in den Kirchen am Mariahimmelfahrtstag der sterbenden Muttergottes geweiht wurden. Bei diesen wichtigen Heilpflanzen handelte es sich um Kräuter, die vor Zauberei, Feuersbrunst und Hagelschlag schützen sollten und solchen, die zu Kinderreichtum verhalfen und die Geburt erleichterten. Man legte sie mit in die Saattruhe oder in den Sarg von Verstorbenen. Viele waren Rauchkräuter, mit denen zu heiligen Zeiten geräuchert wurde. Neben Schafgarbe, Beifuß, Arnika, Ringelblume und Salbei kamen so bekannte Gewürzpflanzen wie der Liebstöckel (Maggikraut) und der Dill in das Medizinbündel.

  Aus der Natur für den Menschen