
Die Bezeichnung "Kastanie" ist direkt aus der griechischen Bezeichnung "kástanon" übertragen. Aber warum "Ross"kastanie? "Die Türken nennens Roßcastanien, darumb das sie den keichenden Rossen sehr behulflich sind." So steht es im New Kreuterbuch aus dem 16. Jahrhundert. Der wissenschaftliche Name "Aesculus" soll sich möglicherweise vom lateinischen "edere" = essen ableiten.
Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelangte die Rosskastanie aus ihrer ursprünglichen Heimat Griechenland nach Mitteleuropa. Die stärkehaltigen Kastanien, die Samen des Rosskastanienbaumes, fanden dort schnell Verwendung als Mast- und Wildtierfutter sowie als Stärkelieferant. Auch wenn lange der Glaube herrschte, drei Kastanien in der Tasche zu tragen, wehre verschiedene Krankheiten ab, erkannte man die eigentliche Heilkraft der Rosskastanie erst Ende des 19. Jahrhunderts. Stattdessen gewann man aus den Samen Kleister für Buchbinder und Tapezierer, der wegen seiner Bitterkeit nicht von Maden und Insekten gefressen wurde.
Getrocknete Kastanien in ein Stoffsäckchen gepackt können zur wohltuenden Fußmassage verwendet werden. Einfach die Füße draufstellen und leicht hin- und herbewegen.