
Der astrologisch orientierte Botaniker und Arzt Nicholas Culpepper (1616-1654) schwor auf das "Marigold" zur Stärkung des Herzens. Auch Samuel Müller erwähnte in seinem "Vade-Mecum Botanicum" (1694) einen ganzen Katalog von Übeln, gegen die Calendula gut sein sollte. Heute steht in der Medizin ihre äußerliche Anwendung in Formen von Salben, Essenzen, Gelen und Ölen zur Wundheilung im Vordergrund. Sie ist eines der besten Wundheilkräuter überhaupt und wird mit ihrer entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Wirkung sogar bei Unterschenkelgeschwüren eingesetzt.
In der Hautpflege ist sie besonders bei verletzter, gereizter, empfindlicher und entzündeter Haut hilfreich. Sie greift tief in den Stoffwechsel ein, reguliert die Blutzirkulation der Haut und steigert den Hauttonus. Auch entzündete Brustwarzen, Verbrennungen, Quetschungen und Sonnenbrand werden mit der Ringelblume behandelt. Da sie blutreinigend wirken soll, wird sie weiter gerne bei chronischen Ekzemen, Furunkeln, Pickeln und Pubertätsakne verwendet.
Als Tee eingenommen wirkt sie leicht krampflösend und beeinflusst die Galleausscheidung, wodurch sie die Verdauung fördert.