WALA Pflanzenarchiv
Neem

Verwendung

Wahre Wunder spricht man dem Neem-Baum zu, der bald alle Geißeln der Menschheit heilen können soll. Was er tatsächlich bewirkt, gilt es noch zu untersuchen. Heute schon bewiesen sind auf jeden Fall die vielfältigen mikroziden, entzündungshemmenden und immunstärkenden Eigenschaften. So wirken Neemblätterextrakte nachweislich gegen 14 Pilzarten (u.a. Candida), eine Vielzahl von Bakterien (z.B. das Wundbrand-Bakterium Staphylococcus aureus und der Typhus-Erreger Salmonella typhosa) sowie vorbeugend gegen virale Infektionen. Hier wurde eine Wirkung bei Pocken, Windpocken, Hepatitis B und Herpes nachgewiesen.
Alle Pflanzenteile des Neem-Baumes finden in der Ayurvedischen Medizin Anwendung, wo der Baum wegen seiner kühlenden, formenden und trocknenden Eigenschaften geschätzt wird.
Die Neem-Blätter werden vielfach zur täglichen Pflege von Haut, Haaren, Nägeln, Zahnfleisch und Zähnen verwendet. Auch therapeutisch finden Auszüge der Neem-Blätter wegen ihrer milden antiseptischen und stärkenden Wirkung einen breiten Anwendungsbereich: bei Schwächezuständen und überstarkem Nerven-Sinnes-Prozess wie Haarausfall, Schuppen, Kopfläusen, Nagelmykosen, chronischen Parodontopathien und Ekzemen, als auch bei übersteigerten Stoffwechselprozessen wie unreiner Haut, Akne, Nagelbettentzündungen und schlecht heilenden Wunden.
Aus den Samen wird als umweltschonendes Pflanzenschutzmittel der Inhaltsstoff Azadirachtin gewonnen, der als Fraßhemmer und Insektizid eingesetzt wird.

  Aus der Natur für den Menschen