WALA Pflanzenarchiv
Macadamia

Wissenswertes

Der deutsche Apotheker und Botaniker Baron Ferdinand von Müller (1825-1896), von 1857 bis 1873 Direktor des Botanischen Garten Melbournes, entdeckte etwa 1857 auf einer seiner vielen australischen Expeditionen die Gattung der Macadamiabäume. Er benannte sie nach dem befreundeten Schotten John McAdam (1756-1836). Der von diesem erfundene und benannte erste Teer-Straßenbelag „Makadam“ hat übrigens nichts mit der Macadamianuss zutun.
Lange vor der Entdeckung dieses heute wertvollsten Nusslieferanten schätzten die Aborigines die wild wachsenden Nüsse als Eiweiß- und Fettlieferant. Nach einer Legende brachte der Stammesjunge Baphal seinem Volk die wertvolle Nuss. Das geschah, als er eines Tages auszog, um in den Bergen nach dem Rechten zu schauen, nachdem der Gott Yindingie die Berge verlassen hatte. Auf dem Weg verletzte er sich seinen Fuß. Sein kleiner Begleiter, die Juwelen-Eidechse, holte Hilfe beim Berg Wallaby. Der weise Berg holte das Känguru, das Wasser brachte, und den Kakadu, der Nüsse des Macadamiabaumes für Baphal sammelte. Mit Macadamiablättern machten sie ein Feuer, dessen Rauch Baphals Stamm alarmierte und herbeiholte. Seitdem heißen die Nüsse Baphal-Nüsse.
Dass Macadamianüsse die teuersten Nüsse der Welt sind, liegt am komplizierten Anbau und der sehr aufwändigen Weiterverarbeitung der extrem harten Nüsse. In den Verkauf kommen nur getrocknete, gekochte oder geröstete und eventuell zusätzlich gesalzene Nüsse, da sie sich frisch nicht lange halten und schnell ranzig werden.

  Aus der Natur für den Menschen