WALA Pflanzenarchiv
Lebensbaum

Wissenswertes

Der Name „Lebensbaum“ beruht vermutlich auf seinen immergrünen Blättern, die selbst im Winter vital aussehen und in vielen Kulturen als Symbol des Lebens galten. Der wissenschaftliche Name „Thuja“ leitet sich vom griechischen Wort „thyon“ für opfern ab und bezieht sich auf die rituellen Räucherungen, für die Lebensbaumholz im Altertum eingesetzt wurde. Der Name „occidentalis“ bedeutet abendländisch und verweist auf den westlichen Ursprung dieser Art.
In seiner amerikanischen Heimat bauten die Indianer aus dem festen, beständigen Holz des Lebensbaums Häuser und Boote. Aus den jungen Zweigen wurden zudem Salben gegen Gelenkschmerzen zubereitet. Innerlich angewendet diente die Droge in ihrer Heimat als schweiß- und harntreibendes Mittel, als Mittel gegen Syphilis, Würmer, Rheuma und Skorbut. Wegen dieser letzten Einsatzmöglichkeit nahmen die europäischen Seefahrer auf ihrer Heimfahrt Mitte des 16. Jahrhunderts den Lebensbaum mit auf die Reise.
In Europa wurde der Lebensbaum als Sinnbild der Lebenskraft bei der Geburt eines Kindes, zur Hochzeit oder auch bei der Erbauung eines Dorfes gepflanzt. Wenn der Baum kräftig wuchs, galt dies als positives Zeichen. Als Friedhofsbaum symbolisiert er die Sehnsucht nach dem ewigen Leben.
Wegen seiner giftigen, organschädigenden Seite wurde der Lebensbaum früher als Abtreibungsmittel eingesetzt, mit dem die Frau jedoch auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzte.

  Aus der Natur für den Menschen