
Wie seine Verwendung in der Küche schon vermuten lässt, ist Kümmel das Mittel der Wahl bei Blähungen. Weitere Anwendungsgebiete sind Völlegefühl, leichte krampfartige Magen-Darm-Störungen sowie nervöse Magenbeschwerden. Auch bei Verdauungsbeschwerden von Säuglingen hat sich der Kümmel sehr bewährt. In der Volksmedizin wird Kümmel als Magenmittel, gegen Koliken, Galle- und Leberbeschwerden sowie als Hustenmittel eingesetzt. Die Verwendung als Beruhigungsmittel für Kleinkinder lässt sich wohl auf die blähungsmindernde Wirkung zurückführen. Kümmelfrüchte, in Säckchen verpackt und auf einer Herdplatte vorsichtig erwärmt, werden gerne als Auflage bei rheumatischen Zahn- und Kopfschmerzen verwendet. Auch in der Tierheilkunde hat der Kümmel seinen Platz: Hier wird der Tee gegen Koliken bei Pferden und Rindern eingesetzt.