
Der medizinisch verwendete Teil der Klette ist die kräftige Wurzel, die im Herbst des ersten Anbaujahres geerntet wird. Das daraus im Auszugsverfahren gewonnene Klettenwurzelöl wird vorrangig zur Behandlung schuppiger Kopfhaut eingesetzt. Zum Einsatz kommt sie auch bei gestörter Leber- und Gallefunktion. In der Homöopathie wird die Klette gegen Akne und Ekzeme, besonders gegen schuppige Erkrankungen der Kopfhaut gegeben.
Die medizinische Verwendung der Klettenwurzel reicht bis ins Altertum zurück. Schon Dioskurides empfahl sie. Der Ausspruch "Eine Lauge von der Wurzel gemacht, macht Haare wachsen" führte wohl zum Volksnamen Haarwachswürze. Zu allen Zeiten galt Klettenwurzelöl als probates Haarwuchsmittel.