WALA Pflanzenarchiv
Kapuzinerkresse

Wissenswertes

Sowohl deutscher als auch lateinischer Name der Kapuzinerkresse beschreiben ihr Aussehen und Wesen: Der Blütensporn verlieh ihr den Namensteil Kapuziner, da der Sporn einer Mönchskapuze ähnelt. Die Bezeichnung Kresse hingegen bezieht sich auf das lateinische crescere = wachsen: Bekanntlich wächst Kresse ja sehr schnell. Der lateinische Artname wiederum leitet sich von lateinisch tropaeum ab, was soviel bedeutet wie gestutzer, mit Waffen behängter Baum. Sieht man die Blätter als Schilde und die Blüten als Helme, lässt sich diese Bezeichnung verstehen.

Die Kapuzinerkresse wurde erst 1684 nach Europa eingeführt und lange Zeit lediglich als Zierpflanze verwendet, dann zur Blutreinigung in Frühjahrsalaten ergänzt. Die unreifen Knospen und Samen lassen sich übrigens in Essig einlegen und als Kapernersatz verwenden.

In ihrer Heimat wird die Kapuzinerkresse von Kolibris bestäubt, die ihren Schnabel tief in den Blütensporn tauchen, um an den süßen und zugleich leicht scharfen Nektar zu gelangen.

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