WALA Pflanzenarchiv
Jojoba

Wissenswertes

Den Namen "Jojoba" leiteten die Spanier aus dem Wort "Jojowi" aus der Sprache der Papago-Indianer ab. Mit dem wissenschaftlichen Namen "Simmondsia" ehrte man den Naturforscher F.W. Simmonds. Die Bezeichnung "chinensis" ist Relikt eines Irrtums: Ursprünglich dachte man, der Jojobastrauch stamme aus China. Früher wurde Jojoba wissenschaftlich als "Buxus chinensis" bezeichnet. Diesen Namen findet man heute noch in den Zutatenlisten von Kosmetikpräparaten, den sogenannten INCIs.

Das aus den Nüssen gewonnene Jojobaöl wurde von verschiedenen Indianervölkern vielseitig eingesetzt: Die Apachen verwendeten es zur Schmerzbehandlung, Papago-Indianer kurierten mit dem Öl unter anderem Magenerkrankungen. Eine große Rolle spielte Jojobaöl bei der Haut- und Haarpflege. Jojobanüsse wurden roh oder geröstet zu verschiedenen Speisen und zermahlen zu Getränken bereitet. Erst im 18. Jahrhundert gelangte Jojoba nach Europa.

Durch seine spezielle, wachsartige Struktur kann Jojobaöl nicht oxidieren und somit deutlich schwerer ranzig werden als andere Öle. Es verträgt Temperaturen bis zu 300 °C.

Der in extrem trockenen Gebieten wachsende Jojobastrauch bildet einen wichtigen Schutz gegen die dortige Bodenerosion.

  Aus der Natur für den Menschen