
Synonyme für Hopfen: Bierhopfen, Hopf, Hoppen, Hupfen
Wissenschaftlicher Name: Humulus lupulus L.
Familie: Cannabaceae (Hanfgewächse)
In Kultur ist er nicht zu übersehen, aber auch in heimischen Gebüschen und Auwäldern, nahe dem Wasser stehend erkennt man ihn schnell an seinen reifenden Blütenständen. Der Hopfen, der wild wachsend drei bis sechs, in Kultur bis zwölf Meter lang werdende Triebe ausbildet, schlingt sich - was selten ist für Kletterpflanzen - rechtsdrehend an anderen Pflanzen fest und ersteigt luftige Höhen mithilfe von Klimmhaaren, die sich schon bei geringster Berührung klammernd krümmen. Dabei legt der Hopfen ein ordentliches Tempo vor. Innerhalb eines Tages kann der Stängel bis zu 30 Zentimeter wachsen. Zwischen den ebenfalls rauen Blättern mit drei bis sieben Blattspitzen wachsen von Juli bis August die Blüten. Hopfen ist zweihäusig, das heißt, es gibt Pflanzen mit rein männlichen und Pflanzen mit rein weiblichen Blüten - die Blüten der meisten anderen Pflanzen enthalten sowohl die weiblichen als auch männlichen Anteile in sich vereint. Die männlichen, unscheinbar grünlich-weißen Blüten des Hopfens blühen in locker stehenden Rispen. Die weiblichen, vom Wind bestäubten Blütenstände hingegen sind es, deren charakteristisches Aussehen nach dem Reifen uns vertraut ist. Die an sich unscheinbaren Blüten stehen dicht gedrängt von Hüllblättern umgeben, die das Gebilde wie eine Ähre aussehen lässt, die sich mit der Zeit zum so genannten Hopfenzapfen vergrößert. Bis zu 60 Einzelblütchen sind darin vereint. Die schuppigen Hüllblätter dieser Zapfen, die dem reifen Samen als Flughilfe dienen, sind mit Drüsen besetzt, die Lupulin ausscheiden, ein klebriges Pulver aus Harzen und ätherischen Ölen. Wenn sich der Winter ankündigt, zieht sich der mehrjährige Hopfen in seine Wurzeln zurück, seine überirdischen Triebe sterben komplett ab. Im folgenden Frühjahr treibt er aus unterirdischen Erneuerungsknospen frisch aus. Von diesen Punkten ausgehend lässt sich der Hopfen auch vegetativ vermehren, wenn diese Knospen ihr eigenes Wurzelsystem ausgebildet haben und man sie von der Mutterpflanze abspaltet.