WALA Pflanzenarchiv

DIE HIMBEERE

Synonyme für Himbeere: Ambas, Hohlbeere, Katzenbeere, Madebeere, Mollbeere, Runtzelbeere, Waldhimbeere
Wissenschaftlicher Name: Rubus idaeus L.
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)

Beschreibung:

Himbeeren schmecken am besten frisch gepflückt. Richtig reif, lassen sie sich einfach vom Blütenboden abziehen, der wie ein weißer spitzer Zylinder am Strauch zurückbleibt. Die samtig weichen Früchte zergehen süß und saftig auf der Zunge, nur die Kernchen bleiben hart im Mund und lassen sich knusprig knacken. Übrigens ist die Himbeere botanisch gesehen keine Beere, sondern eine so genannte Sammelsteinfrucht: der Zusammenschluss mehrerer Steinfrüchte, die jeweils nur einen, hartwandig umschlossenen, Samen enthalten. Beeren hingegen umschließen meistens mehr als einen Samen (z.B. Stachelbeeren). Wer genauer hinschaut, sieht gelegentlich auf den einzelnen Steinfrüchten der Himbeere kleine gelbliche Fädchen. Dies sind die Reste der Blütennarbe, einem Teil des weiblichen Pflanzenorgans.
Im Garten stehen die aufrechten, schwach dornigen Himbeerstängel, die so genannten Ruten, des ein bis zwei Meter hoch wachsenden Himbeerstrauchs meist in Reihe gepflanzt und mit Drähten gehalten. Die handförmig angeordneten Laubblätter sind unterseits weiß und filzig. Im zweiten Jahr sind die Ruten von Mai bis Juni mit weißen bis rosafarbenen Blüten besetzt, die sich in lockeren Trauben gruppieren und die Verwandtschaft zur Rose verraten. Zum Winter ziehen sich die zweijährigen Ruten, die Früchte getragen haben, ganz in die Wurzeln zurück und sterben ab. Sie bleiben als trockenes Reisig stehen. Im Frühjahr treiben neue Ruten aus dem sich verzweigenden und unterirdische Ausläufer bildenden Wurzelstock aus. Die Himbeere liebt es sonnig bis halbschattig: Wild wächst sie an Waldrändern, sonnigen Waldlichtungen, Böschungen und auf Kahlschlägen.

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