
In ihrer Verwendung ist die Fichte der Tanne sehr ähnlich. Das Terpentin (Harz) der beiden ist Bestandteil vieler Salben und Öle, die den Schmerz bei Muskelverspannungen, stumpfen Verletzungen, Rheuma, Gicht und an Gliedern lindern. Die bekannteste Anwendung ist die Einreibung mit Fichtennadel-Franzbranntwein. Bei Sportlern oder bettlägerigen Patienten ist seine erfrischende, durchblutungsfördernde und juckreizstillende Wirkung gleichermaßen geschätzt. Einreibungen von Rücken und Brust mit ätherischen Ölen oder auch Harzen bringen Linderung bei Erkältungen. Die harzartig duftenden Bäder aus Fichten- oder Tannenzweigen wirken durchblutungsfördernd sowie schleim- und hustenlösend. Auch Hustensäfte, Hustenbonbons, Honig und Marmeladen werden aus den jungen Trieben hergestellt. In der Volksmedizin wurden neben Husten auch Schrunden, Hautrisse, Geschwulste und Furunkel mit Zubereitungen aus der Fichte behandelt.