WALA Pflanzenarchiv
Brennnessel

Verwendung

Brennnesselblätter regen den gesamten Stoffwechsel an und werden deshalb gerne Teemischungen gegen Rheuma und Gicht, Galle- und Leberbeschwerden zugefügt, ebenso solchen für Entschlackungskuren. Der Tee fördert die Harnausscheidung, die Wurzel lindert bei Männern Prostatabeschwerden. In der Homöopathie wird aus der ganzen blühenden Pflanze ein Mittel gegen Nesselsucht und andere Hautausschläge mit Brennen und Jucken hergestellt. Auch bei leichten Verbrennungen und Sonnenbrand, Rheuma, Gicht und zur Verbesserung des Harnflusses wird es hier eingesetzt. Noch die naturheilkundlichen Pfarrer Kneipp und Künzele empfahlen die sogenannte "Urtication": Zur Behebung rheumatischer Schmerzen und des Hexenschusses werden dabei die betroffenen Stellen des Körpers mit Brennnesseln gepeitscht. Badezusätzen, Lotionen und Seifen wird die Brennnessel wegen der desodorierenden Wirkung des Chlorophylls zugesetzt, das sie reichhaltig enthält. Brennnesselsamen regen die Körperfunktionen an und wirken tonisierend. Sie helfen bei Leistungsschwäche, chronischer Müdigkeit und bei Stressbelastung.

  Aus der Natur für den Menschen