

Die 1500 Bauern, die für Zahra Rosewater arbeiten, sind eigenständige Unternehmer. In Verträgen mit Zahra verpflichten sie sich, keine chemischen Düngemittel einzusetzen, weil Zahra die Felder durch die British Soil Association biozertifizieren lässt. „Die Bauern davon abzuhalten, die Rosen mit Chemie zu behandeln, ist eine Herausforderung“, sagt Mostafavi, „da der iranische Staat Chemiedünger subventioniert und die Bauern anfangs nur damit umzugehen wissen.“ Aufklärung und Schulung, zum Beispiel durch den biologisch-dynamisch arbeitenden Landwirt Hans Supenkämper von der WALA, sind deshalb wichtige Grundpfeiler der Zusammenarbeit mit den Bauern. Zudem stellt Zahra neben Rosenstecklingen den Bauern natürliche Düngemittel aus Kompost kostenlos zur Verfügung. Wer gegen das Verbot chemischer Dünger verstößt, fällt für vier Jahre aus dem Vertrag. „Wir lassen die Bauern dann aber nicht im Stich“, erzählt Homayoun Sanati, der die Vision hat, das komplette Lalehzar-Tal auf biologische Landwirtschaft umzustellen, von der Milchkuh über die Rosen bis zu Obst und Gemüse. Einen Bauern, der chemisch gedüngt hätte, würde man zwar anzeigen, die Rosen kaufe Zahra ihm aber dennoch
