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März 2010

Drei Fragen an Rolf Bucher

An warmen, sonnigen Tagen werden die WALA Gärtner oft um ihre Arbeit im Freien beneidet. Sie pflegen die Heilpflanzen, sie ernten Wurzeln, Blätter, Rinden, Blüten und Früchte für die WALA Arzneimittel und die Dr.Hauschka Kosmetik. Doch was passiert eigentlich im Winter im Heilpflanzengarten der WALA? Der Gruppenleiter der Gärtner, Rolf Bucher, beantwortet diese und andere Fragen im Interview.

1. Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus? 

Zum Zeitpunkt Ihrer Frage ist tiefer Winter, wir haben Schnee und Frost. Doch trotzdem sind wir bereits mit den ersten Wurzelernten für das Pflanzenlabor beschäftigt. Zwei Gärtner treffen sich morgens gegen 6:30 Uhr und ernten zum Beispiel die Wurzeln von Nelkenwurz (Geum urbanum), Schöllkraut (Chelidonium majus) und Baldrian (Valeriana officinalis). Unter der schützenden Schneedecke ist der Boden nicht gefroren und die Wurzeln lassen sich hervorragend ausgraben. Außerdem erstellen wir in diesen Tagen die Anbauplanung für das aktuelle Jahr. Im Gewächshaus beginnen wir im Februar mit den ersten Aussaaten. Wenn das Wetter es zulässt, richten wir im März die Beete und tätigen auch im Freiland die ersten Aussaaten.   

2. Welche Rolle spielt der WALA Heilpflanzengarten im Unternehmen? 

Für viele Heilpflanzen, die für WALA Arzneimittel und Dr.Hauschka Kosmetik benötigt werden, steht der Garten als Anbauort selbstverständlich an erster Stelle. Die Lieferfähigkeit in entsprechender Menge und Qualität fristgerecht zu garantieren, ist unsere wichtigste Aufgabe. Für Fachtagungen und Besuchergruppen und natürlich für die WALA Mitarbeiter steht der Garten ganzjährig für Rundgänge zu Verfügung. Gäste bestätigen mir immer wieder, wie wichtig für sie der Besuch des WALA Heilpflanzengartens gewesen ist.

3. Wie unterscheidet sich die Arbeit im Heilpflanzengarten von der eines Gärtners in einem anderen Garten? Was ist das Besondere daran? 

Es gibt eine ganze Reihe an Gärtnerberufen, die man erlernen kann, wie zum Beispiel Landschaftsgärtner, Zierpflanzengärtner oder Gemüsegärtner. Den Beruf des Heilpflanzengärtners gibt es nicht, den kann man aber hier im WALA Garten durch die eigene Arbeit erlernen. Das Spektrum unserer Pflanzen umfasst einjährige, zweijährige und ausdauernde Pflanzen, so genannte Unkräuter wie die Quecke, aber auch die Edelrose. Wir bauen Birken und Eichen an, Passionsblumen, Edelrosen oder die Ringelblume und circa 150 weitere Heilpflanzen. Das wirklich Entscheidende ist, dass wir als WALA Gärtner die bestmögliche Qualität für unsere Heilpflanzen anstreben wollen und dürfen. Dieses Streben nach Qualität umfasst alle unsere Arbeiten im WALA Heilpflanzengarten: Es beginnt mit der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, der Herstellung und der Anwendung verschiedener biologisch-dynamischer Präparate, umfasst die Bienenhaltung, die Gestaltung und Pflege der Gartenflächen und schließt natürlich auch die Ernte der Heilpflanzen ein.

  Aus der Natur für den Menschen